Archiv November, 2008

Valentinstag

Da es auch bei uns fast nicht mehr möglich ist, dem Valentinstag zu entgehen, ist es wohl das Beste, sich ihm zu stellen. Dazu ist es nötig sich ausgiebig vorzubereiten. Als erstes ist es gut zu wissen, dass der Valentinstag ein religiöser Feiertag ist. Er gilt als Tag der Liebenden, doch nur wenige wissen, dass an diesem Tag in der Kirche, die Ankunft Jesu als himmlischer Bräutigam gefeiert wird.

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Gewusst, dass…?

…der Begriff Frisbee von dem Kuchen- Bäcker William Russel Frisbie kommt, dieser verkaufte um 1940 sogenannte „Pie-Tins“. Eines Tages begannen StudentInnen damit sich die runden Kuchenbleche zuzuschießen. Dies beobachtete Walter Frederic Morrison der daraufhin zu tüfteln begann und die Scheiben aerodynamischer konstruierte. Die verbesserten Frisbee’s wurden offiziell ab 1957 verkauft.

Heute ist Frisbee eine beliebte, international anerkannte Sportart.




Strange Facts II

Endlich ist sie da, die lang ersehnte Fortsetzung der „strange facts” Reihe. Wieder einmal sind die skurrilsten Fakten und Tatsachen erforscht worden, um, als meistens unwichtige, aber lustige Informationen in den Köpfen eingespeichert zu werden.

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Strange Facts

Da Wissen nicht immer nur aus interessanten Themen besteht, hat Jump für euch die unsinnigsten Fakten aus der Welt des Wissens zusammengefasst…

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Rundherum durch die Stadt

Nochmal vor der FM4-Bühne des Linz-Fests stehen, sich umdrehen und die Stimmung einfangen. Die Website www.linz360.at bietet Panorama-Fotos, die eineN mitten im Bild stehen lassen.

Ursprünglich als breitformatige Fotos bekannt, erobern Panoramas nun auch das Internet. Hier allerdings mit der Möglichkeit, sich um 360° im Bild zu drehen. Von einem fixen Standpunkt aus kann man den Platz, an dem das Panoramafoto aufgenommen wurde, in alle Richtungen beobachten. Der/die BetrachterIn hat dabei einen nahtlosen Panormablick von 360° im Raum – auch nach oben und unten.

Freie Panorama-Software

Zur Erstellung solcher interaktiven Panormabilder werden von einem Punkt Fotos in alle Richtungen gemacht. Diese werden anschließend in einem Computerprogramm zu einem Rundumblick zusammengestellt. Inzwischen gibt es viele Software-Produkte, mit denen Panoramas erstellt werden können. Darunter auch Open Source Programme wie beispielsweise „hugin – Panorama photo sticker“.

360° Linz

Hubert Eppich (29) aus Linz beschäftigt sich seit Jahren beruflich mit Panorama-Fotografie für Internet-Projekte. Unter anderem hat er auch Panoramafotos für das Stifterhaus in Linz produziert. „Ich wollte etwas Ausgleich zum beruflichen Alltag – und mich mehr mit der Panoramatechnologie beschäftigen“, nennt Hubert die Gründe für den Launch der Webpage www.linz360.at Ende 2006. Egal ob Linz Fest, Lentos, Ars Electronica Festival oder bei der Pöstlingberg-Kirche: Eine Vielzahl kulturell wichtiger Orte in Linz sind hier im 360°-Panorama zu bewundern. Als Projekt für die Kulturhauptstadt Linz09 wurde linz360.at abgelehnt. „Wenn du ein Linz09-Projekt machen willst, darfst du anscheinend nicht aus Linz sein“, kommentiert Hubert die Entscheidung.




Endlich Bildung?

Nach 99 Tagen des Verhandelns war es am 11.Jänner doch endlich soweit: Österreichs neue Regierung wurde angelobt. Mit dieser Angelobung tritt auch der Koalitionsvertrag in Kraft, welcher unter anderem die bildungspolitischen Geschicke unseres Landes beinhaltet. Vor den Wahlen am 1. Oktober 2006 wurden von den Parteien einige grundlegende Veränderungen in der Schulpolitik diskutiert. Die Nachwehen von PISA waren noch deutlich spürbar, der Wille zur Veränderung gegeben - was ist davon übrig geblieben?

Versprechen relativiert und vergessen

Klar war dabei nur, dass die Veränderungen frühestens mit der neuen Regierung kommen können. SchülerInnenhöchstzahl von 25, gemeinsame Schule der 10- bis 14jährigen, Tagesbetreuung, verpflichtendes Vorschul- bzw. Kindergartenjahr. All diese Themen sollte die neue Regierung anpacken war sich der Groß der Parteien einig. Die SPÖ, vormalige Oppositions- und jetzige Regierungspartei, versprach sogar zentrale Punkte sofort nach der Wahl umzusetzen. Auch die Volkspartei zeigte sich in einigen Punkte offener als gewohnt. So forderte etwa die VP-nahe Industriellenvereinigung die Einführung der Gesamtschule. Doch im Laufe der zähen Koalitionsverhandlungen zwischen den zwei großen Lagern wurden diese Wahlversprechen relativiert und vergessen.

Zum Richtwert degradiert

Anfang Jänner wurde dann das Regierungsübereinkommen von SPÖVP vorgestellt, wo unter anderem die Abmachungen im Bereich der Bildungspolitik zu finden sind. Die großen, vor der Wahl versprochenen, Reformen sind darin allerdings nicht zu finden. So wurde die zuvor geforderte KlassenschülerInnenhöchstzahl von 25 zu einem Richtwert degradiert, das Thema Gesamtschule sowieso vergessen. 12 Jahre Gehrer haben gereicht. “Ich hätte gehofft, dass die Bildungspolitik der großen Koaltion endlich die wichtigen Reformen bringt“ zeigt sich eine Welser Schülerin enttäuscht über das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen.

Gebrochene Versprechen sind gesprochene Verbrechen

In ganz Österreich machte sich nach Bekanntwerden des Koalitionsvertrages Unmut breit, so fanden in der ganzen Republik zahlreiche Demonstrationen statt. Und sie alle hatten eines gemeinsam: Wahlversprechen wurden eingefordert, gebrochene Versprechen wurden aufgezeigt. In Linz etwa zeigten sich mehr als 800 Personen bei der Demonstration enttäuscht von der neuen Regierung und ihrem Bildungsprogramm. „Ich bin heute hier, weil die Jugend mehr Bildung verdient hat“ zeigte sich Stefan B. (44) solidarisch mit den demonstrierenden SchülerInnen.

>> www.abtreten.at
>> www.protestwiki.at
>> fassungslos.blogspot.com
>> linzprotest.blogspot.com




Die Ernsthaftigkeit des Seins

lukas_kaindlstorfer Zu Anfang gleich ein kleines Ratespiel: künstlich wirkender Humor, die Geilheit auf Präsenz und eine aufgezwungene spaßige Atmosphäre, die selbst ein Gemeinschaftsfest in Abu-Ghraib nicht überbieten hätte können. Wo befinden wir uns? Richtig, wir sind in Österreich, genauer gesagt in Kärtnen, noch genauer: in Villach – Lei Lei!

Alleine die Begrüßung lässt einem an den Kopf greifen und rasch nach sinnvollen Erklärungen suchen. Lei Lei – wie Leider, leider, wertes Publikum, leider können wir aufgrund eines Übertragunfsfehlers heute den Witz des Villacher Faschings nicht übertragen. Lei Lei wie Leise Leise wollen wir sein, um die Erlösenden unter uns nicht aufzuwecken. Lei Lei – wie Leider Leider nein!

Nein, jetzt einmal ehrlich: Was veranlasst ÖsterreicherInnen, jährlich eine Sendung mit Rekordquoten – im letzen Jahr zählte sie zu den Top Ten, im Jahr 2000 war sie sogar die Number One - zu belohnen, deren Witzgehalt einer Grabrede gleicht? Quoten, die nur zur Weiterproduktion des ”narrisch guaten” Sendeformat führen. Und zur Frage: Sind ÖsterreicherInnen MasochistInnen? Na klar, es gibt sie, diese heiteren Momente, in denen man sich selbst bei einem kurzen Schmunzeln ertappt. Ungefähr vergleichbar mit der Häufigkeit der Talente in Star Mania (aber das ist eine andere Sache).

Aber zeigen Sie mir den Menschen, der sich Sonntagabende um Viertel nach Acht vor den Fernseher setzt und in inbrünstiges Dauerlachen verfällt. Prinz Fidelius LII und Prinz Gaudelius LXI, die Kärntner Oberspaßmacher in diesem Jahr, mit inbegriffen.

Ich persönlich empfinde es ja jährlich als Hochgenuß in die Gesichter jener Menschen zu blicken, die sich mit einem verkrampften Lächeln dem Gruppenzwang beugen; wohlwissend, dass nicht die Faschingsnarren sondern sie selbst die Brüller der Nation sind. Ja, ich spreche vom Publikum, dass sogar Geld für den Narrenaufmarsch gezahlt hat. Ein wirklich erhabenes Gefühl, nicht zu jenem elitären Kreis der Spaßvögel zu gehören. Jedoch auch ein Selbstgeständnis, ebenfalls zu jenen Millionen zu gehören, die an Sonntagabenden nichts Besseres zu tun haben, als sich eine Sendung anzusehen, die den öffentlichen Bildungsauftrag noch nicht einmal vom Namen her kennen.

Der Fasching im Allgemeinen hat so etwas Komisches an sich (ganz Villach würde jetzt vor lauter Lachen brüllen). Eine Zeit lang herrscht das Bestreben, ganz Österreich in ein Land der LacherInnen zu verwandeln und wehe dem/der, der/die es wagt, ernst zu schauen. Es finden Paraden von Ort zu Ort statt, in denen jeweils das Oberhaupt der Faschingsgilde totale Bewunderung findet. Und er/sie hört dann auf, wenn die sich die Kirche wieder zu Wort meldet. Der Vergleich mit einer ähnlich klingenden totalitären Regierungsform steht Ihnen, werteR LeserIn, offen.

Hiermit rufe ich Sie auf, den Fasching zu boykottieren. Mit gekonnten Aktionismus. Gehen Sie auf einen allzu witzigen Faschingsgnaschs und halten sie dort einen wirklich rührenden Vortrag über die Tristigkeit des Seins. Oder bestellen Sie sich ganz bewusst einmal eine Sacher Torte an Stelle vom obligatorischen Faschingskrapfen. Und für PerfektionistInnen: seien sie das restliche Jahr ausgesprochen fröhlich und guten Mutes. Der Hinweis auf den bereits vergangenen Fasching sollten Sie als positives Feedback betrachten. Sie werden es nicht bereuen, denn schon bald werden Sie merken, aus welchem System sie ausgebrochen sind.




Mediawatch

thomas_grauDer Sender RTL nervt nicht nur mit langen Werbepausen zwischen den Filmen. Die RTL Lifestylesendungen versuchen im Bereich der Niveaulosigkeit ungeahnte Höhen zu erreichen und neue Trends zu setzen.

Auch die Homepage von RTL.de ist entsprechend gestaltet. Im Lifestyle Bereich findet man immer einer Gallery, die die Stars und ihr Gewicht beobachtet. Überschriften wie „Mops-Alarm“ oder „Promis & der Jojo-Effekt“ sollen zum Klicken anregen. Dass der Text zu den Fotos frei erfunden ist, liegt nahe. Aber Hauptsache Unterhaltung. Um das Angebot abzurunden kann man auf dieser Seite seinen Body-Mass-Index ausrechnen. Wer das Gefühl hat, zu dick zu sein, dem verschafft RTL.de Abhilfe. Über einen Klick auf „Jetzt abnehmen.de“ bietet RTL.de das passende Portal zum Abnehmen – kostenpflichtig versteht sich. Beim Geschäft mit der sogenannten Traumfigur hat RTL.de alle Produkte im Portfolio. Vom Erzeugen des Bedürfnis bis zum Erfüllen des Wunsches.

Die nehmen eh jedeN

Das Model Gisele Bündchen führt folgenden Grund für überschlanke oder gar magersüchtige Models an: Nicht die Modeindustrie ist Schuld, sondern die schlechte Erziehung der Eltern. Dass die Models von der Modeindustrie eingestellt werden, ist ihr anscheinend entgangen. Bei dem Beibringen von logischen Zusammenhängen hat wohl auch ihre Erziehung versagt.

Künstliche Superstars

Neben Popstars von Pro7 versucht auch RTL wieder, seine eigenen künstlichen Promis zu fabrizieren. Inzwischen wird jedes kleine Vorsingen und die „Recalls“ im Fernsehen gezeigt, damit es so richtig langweilig wird. Um dieser Langweile entgegenzutreten hat man den Berufsidioten Dieter Bohlen in die Jury gesetzt. Er macht TeilnehmerInnen, die nichts drauf haben, so richtig nieder. Zu Recht überschüttete ihn ein Bewerber mit einem Glas Wasser. Am Ende der Sendung werden die grottenschlechtesten TeilnehmerInnen gezeigt und mit lächerlichen Kommentaren und Tönen versehen - meistens stürzt sich RTL auf die dickeren TeilnehmerInnen. Was lassen Menschen über sich ergehen,  nur um in dieser Sendung dabei zu sein? Ist der Wunsch, Star zu werden, die Suche nach Anerkennung, so stark? Scheinbar schon. Sonst wäre diese Sendung nicht erfolgreich. Eine Teilnehmerin, die von der Jury fertig gemacht wurde, antwortete trotzig: „Dann probier ich es halt bei Popstars. Die nehmen eh jeden.“




Schule in Fesseln!

rebeccakamplMicrosoft und die Musik- und Filmindustrie erobern mithilfe der Politik die österreichischen Schulen. Die im September 2005 gestartete Initiative des BMBWK „Ideen sind etwas wert“ bringt die Propaganda der Musik- und Filmindustrie in die Klassen. Schon seit 2003 läuft für die Austattung der Schulen ein Vertrag mit Microsoft und dem Bundesministerium. Schon früh sollen die KundInnen merken, wo es lang geht.

Von objektiver Information für SchülerInnen kann bei dem Unterrichtspaket „Ideen sind etwas wert“ nicht die Rede sein. Vermittelt wird darin nur die Sichtweise der Musik- und Filmindustrie. Frei nach dem Motto: „Je mehr, desto besser“ wird darin anhand der Gefahren des File Sharings und Online-Tauschbörsen die Wichtigkeit von geistigem Eigentum und Copyright dargelegt. Christina Stürmer wird zitiert mit „Illegaler Download ist Diebstahl“. Dass sich zum Beispiel Robby Williams, Franz Ferdinand und Chuck D. Positiv gegenüber Tauschbörsen geäußert haben wird nicht erwähnt. Von Open Content Musik und Creative Commons - Lizenzen, die viele MusikerInnen verwenden, um ihre Musik frei verfügbar anzubieten – ist nicht einmal die Rede.

Unterricht in Microsoft

Immer wieder versuchen Konzerne, in den Schulen Fuß zu fassen. Ex-Ministerin Gehrer machte es ihnen ganz einfach. 2003 hat das Bildungsministerium einen Generalnutzungsvertrag mit Microsoft präsentiert. Die rund 50.000 PCs im Besitz der Bundesschulen mitsamt den dazugehörigen Servern und die Privat-PCs der LehrerInnen werden mit der kompletten Microsoft Produktpalette (Windows, Office, …) ausgestattet. Keineswegs selbstlos von Microsoft – der Konzern erhält dafür jährlich 2,5 Millionen Euro und jährlich SchulabsolventInnen, die Microsoft kennen und benützen gelernt haben.

Vielfalt statt Einfalt!

Auf den ersten Blick mag es sinnvoll erscheinen, dass SchülerInnen die gängigste Software verwenden, auf den zweiten Blick zeigen sich aber eine Menge Nachteile: SchülerInnen erlernen nicht den Umgang mit einer Technologie, sondern nur den mit einem Software-Produkt.  Dieses beschert dem Unternehmen Microsoft jährlich einen Umsatz von rund 45.000 Milliarden Dollar. Wie es anders gehen kann, zeigt das Beispiel Schleswig-Holstein, wo das Landesbildungsamt mit kmLinux eine für den Bildungsbereich adaptierte Linux-Distribution entwickelte. Die erste Auflage (5.000 CDs) war binnen Wochen vergriffen.

Für mehr Vielfalt in schulischen Softwarelandschaften zu sorgen und möglichst vielen LehrerInnen und SchülerInnen die Chancen Freier Software zu eröffnen wäre die eigentliche Aufgabe der Politik. Öffentliche Schulen haben einen Bildungsauftrag der Vielfalt vor Einfalt reihen sollte. Nicht kommerzieller Nutzen darf Maßstab für Unterrichtsinhalte sein, sondern Unabhängigkeit.

Webtipps

http://www.wissenslaende.at
http://www.freienetze.at




Media Watch

thomas_grauNormalerweise würde ich an dieser Stelle sofort über die Dummheit in Medien diskutieren. Aber beim ORF verändert sich etwas und ich sage: Geben wir der Programmumstellung und dem ORF eine Chance. Seitdem Monika Lindner von einer Rot-Grün-Orangen Koalition im Stiftungsrat abgewählt wurde, ist seit 1. Jänner Alexander Wrabetz Genderalintendant im ORF. Die Zeit im Bild und anderen Nachrichtensendungen wurden kritischer, die Quoten steigen wieder. Die seit kurzem durchgeführte Programmreform kann als die größte aller Zeiten betitelt werden. Dass die US-Sitcoms erst ab 23.30 montags, dienstags, mittwochs und freitags zu sehen sind ist schade. „My Name is Earl“ und die Gras verkaufende Witwe in „Weeds“ sind einfach zu gut, um sie so spät zu zeigen.

alienAliens vernichtet uns!

Aber einen Kommentar zu „Germany next Topmodel“ kann ich mir nicht verkneifen. Das tiefe Niveau dieser Sendung übersteigt manchmal BigBrother oder Popstars. Folgende Annahme: Außerirdische würden diese Sendung als erstes Lebenszeichen von unserem kleinem Planeten empfangen. Sie würden mit Ihren UFOs kommen und unseren Planeten sofort vernichten. Völlig zu recht – wir wären selber schuld.

Fakten, Fakten, Fakten

Gut für uns, dass die Außerirdischen “die NEUE” nie in ihre Flossen bekommen. Denn die Tageszeitung wirbt mit: Fakten, statt blah, blah! Dass Medien gerne ihr Produkt mit Fakten bewerben ist nichts Neues. Es erinnert an das Motto des deutschen Nachrichtenmagazins FOCUS, das „Fakten, Fakten, Fakten“ lautete. Aber mal ganz ehrlich: wer Fakten sucht, wird viele Zeitungen lesen – nur nicht “die NEUE”. Um auch ein positves Wort über “die NEUE” zu verlieren: Auch sie bezeichnet die Sendung „Germany next Topmodel“ als unnötig. Doch sie fährt hier eine doppelbödige Linie. Derzeit wirbt “die NEUE” auf ihrer Rückseite mit einem Gewinnspiel für ein „Professionelles Foto-Shooting“. Sie „macht je eine Leserin und einen Leser zum Star Model!“ Na dann. Vielleicht sollte “die NEUE” gleich ihren eigenen Modell-Contest starten. Was mich wundert: Auf der Rückseite sind in letzter Zeit immer Eigenwerbungen zu finden. Dabei ist die U4 eine der teuersten Seiten und meistens eine wichtige Einnahmequelle für eine auf 100 % von Werbeeinschaltung abhängige Zeitung. Ich bleibe bei meiner Annahme, dass langfristig nicht alle Gratiszeitungen überleben werden.